Einfaches Leben: Aufgeräumt und wenig Kram

Auf meinem Blog habe ich ja schon kundgetan, dass ich ein Fan eines einfachen Lebens bin.

Heute möchte ich nochmal näher darauf eingehen, was mich an einem einfachen Leben reizt und was sich an meinem Leben dadurch konkret geändert hat.

Mein Schreibtisch
So sieht mein Schreibtisch aus. Ich musste ihn für das Foto nicht extra aufräumen.

Obwohl ich schon immer sehr aufgeräumt und strukturiert war, machte mich erst ein Vorgesetzter auf das Buch Simplify your Life aufmerksam.
Nachdem ich auf der Website zum Buch ein wenig gestöbert hatte, wollte ich mehr über den sogenannten Minimalismus erfahren und fand wenige deutschsprachige und ein paar mehr englischsprachige Blogs zum Thema.

Außerdem begann ich ab diesem Zeitpunkt systematisch nach den Lebensbereichen von Simplify your Life (Dinge, Finanzen, etc.) vorzugehen und aufzuräumen.

Was hat sich seitdem geändert?

Ich muss vor allem noch weniger aufräumen und habe das Prinzip Aufräumen bevor ich das Haus verlasse voll verinnerlicht.

Eine weitere Veränderung ist, dass ich ganz genau weiß was ich habe. Wenn ich Schubladen öffne, dann wird es keine erstaunte oder überraschte Reaktion geben. Manche mögen dieses Gefühl vielleicht. Ich hatte dann aber immer das Problem, dass ich es dann doch erstmal aufgeräumt wissen wollte.

Weiterhin habe ich seitdem nur noch wenige größere oder kleinere Neuanschaffungen getätigt.

Wie man auf dem Foto unschwer erkennt, bin ich ein Fan von Apfelprodukten. Der Wechsel fand vor dem großen iPhone-Hype statt, da mich das Konzept (eingespielte Hard- und Software) begeisterte. Diesen Luxus gönne ich mir. Trotzdem ist mein iMac ein 2007er Model und mein iPhone wird in Kürze drei Jahre alt. Das Tolle: Beide Geräte funktionieren noch einwandfrei, sodass im Moment auch keine Neuanschaffung geplant ist.

Meine gefühlte Fallhöhe ist gesunken (dazu kommt nochmal ein separater Artikel). Das bedeutet, dass ich im worst-case (z. B. Arbeitslosigkeit) auf gar nicht so viel verzichten muss, da ich gar nicht so viel besitze und somit auch weniger vermisse.

Ich empfinde mein Leben seitdem auch als weniger Komplex, da ich meine, alles überblicken zu können. Es gibt zwar auch noch Optimierungsbedarf, aber das ist nichts mehr, was nicht etwas warten kann und dann angegangen wird, wenn ich Lust darauf habe.

Nicht zuletzt hat sich im Bereich Finanzen seitdem viel bei mir vereinfacht, wenn auch das Thema selbst viel mehr meiner Zeit beansprucht. Wichtig dabei ist aber, dass es mir Spaß macht.

Wie aufgeräumt ist euer Leben? Empfindet ihr euer Leben als zu komplex? Wollt ihr was ändern? Wenn ja, was genau?

 

8 Antworten

  • Bei mir hätte die Bildunterschrift geheißen:
    „So sieht mein Schreibtisch aus. Ich musste ihn für das Foto erst mal aufräumen.“ mit vorher / nachher Bild.

    Ordnunghalten ist bei mir leider ein Dauerthema. Ich räume gerne auf, halte aber nicht unbedingt alles ordentlich.

    • Hallo Jenny,

      also in meinen Lernphasen oder wenn ich ein Projekt auf dem Schreibtisch ausbreite (wie z. B. Steuererklärung), dann sieht es bei mir auch einige Zeit wüst aus. Aber grundsätzlich herrscht Ordnung.

      Dabei hilft mir aber vor allem ganz ungemein, dass ich seit Jahren kontinuierlich und konsequent alles ausmiste.

      Gruß,
      Marco

        • Da stimme ich dir voll und ganz zu!

          Ich fange beim Aufräumen und Ausmisten generell immer mit den größten Teilen an. Dadurch kommt am schnellsten ein sichtbarer Erfolg zustande.

          Warum ist dir das Ausmisten gerade so wichtig?

          Bei mir liegt es vor allem daran, dass ich faul bin und mir dadurch einiges an Arbeit und Zeitersparnis geschaffen habe. Weiterhin ist es aber auch gut für’s Portmonee bewusster zu konsumieren. Und seit einigen Jahren sehe ich es wie Tim Schäfer, der sagt, dass zu viel Besitz eben auch belastend ist.

          • Aufräumen und Ausmisten hat für mich gewissermaßen eine therapeutische Wirkung. Es entspannt und schafft Erfolgserlebnisse. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mich zu viel Zeug auch nur von den wichtigen Dingen ablenkt. Man braucht das Zeug nicht und es ist in jeder Hinsicht Balast und ich habe das Gefühl, dass ich noch so viel unerledigte Dinge habe. Ich arbeite auf den Tag drauf hin, wo mein Kopf nicht voller „To Dos“ ist. Kein Papierkrieg, den man irgendwie erledigen muss, kein unnötiger Krempel, der eigentlich Weg muss, keine beruflichen Sachen, die mich belasten. Quasi das Leben Step by Step von Zeitfressern befreien.

          • Da geht es mir ähnlich. Aufgeräumte Zimmer finde ich eher beruhigend, als kalt und steril. Es gibt nicht viel Ablenkung und ich habe die Möglichkeit sich besser zu konzentrieren.

            Gerade dir als Ingenieurin in der Produktion sollte es ein Leichtes sein, dein Leben nach und nach zu entrümpelt und Zeitfresser zu automatisieren.

            Dennoch wird man vermutlich nie den perfekten Zustand erreichen. Es gilt wohl auch hier, wie beim Ratschlag zur Partnerwahl vom Finanzwesir: Man wählt das kleinstmögliche Übel.

            Ich werde jedenfalls auch weiter daran arbeiten, alles noch übersichtlicher in meinem Leben zu gestalten.
            Ich finde dabei das phasenweise Vorgehen von simplify your life über bestimmte Bereiche bisher sehr zielführend.

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