Blogparade: Freiheit oder Langeweile

Der Privatier startete eine Blogparade. Es geht um die finanzielle Freiheit.

Wird es wirklich langweilig, wenn man nicht mehr arbeiten muss?

Dazu beantworte ich gerne seine folgenden Fragen.

Was kommt nach der finanziellen Freiheit?

Da ich noch ein gutes Stück davon entfernt bin, kann ich das nicht wirklich sagen. Ich stelle es mir so vor, dass ich ab diesem Zeitpunkt selbst über meinen Tag bestimmen kann. Ich lebe lieber mit weniger, dafür in diesem Rahmen selbstbestimmt.

Warum strebe ich sie überhaupt an?

Tatsächlich vor allem aus den Gründen, weil ich glaube (1) verstanden zu haben, dass man sich in der besten Position im kapitalistischen System befindet1 und (2) ich die Möglichkeit habe, dieses Ziel aggressiv zu verfolgen.

Was sind meine Ziele und Wünsche?

Mein Ziel ist es, die finanzielle Freiheit möglichst schnell zu erreichen. Auf Hochrechnungen verlasse ich mich dabei jedoch nicht, sondern versuche jeden Tag das Beste daraus zu machen.

Allerdings wünsche ich mir, den Weg etappenweise zu gehen und ab einem gewissen Punkt zunächst befristet Wochenstunden zu reduzieren, um zu schauen, ob mir die zusätzlichen freien Tage tatsächlich die vermutete Erfüllung bringen. Denn auf der anderen Seite bin ich mir sicher, meine Arbeit zu vermissen.

Wie stelle ich mir mein Leben als Privatier vor?

Ich entscheide, wie mein Tag aussieht. Es gibt viel, was mich reizt. Ich möchte noch sehr viel lernen. Vielleicht, kann ich noch etwas studieren. Oder ich helfe mal bei der Tafel aus. Vielleicht engagiere ich mich im Altenheim oder im Kindergarten. Oder ich finde Gleichgesinnte, die mit mir um die Welt reisen.

Eine Textzeile von Die Ärzte lautet:

Du bist immer dann am besten, wenn’s dir eigentlich egal ist.

Vielleicht kommt eine unverhoffte Möglichkeit, mich doch noch beruflich ganz anders zu entwickeln oder wie Jürgen R. selbstständig erfolgreich zu werden. Oder alles bleibt wie es ist, weil ich mich so weiterhin gut fühle.

Es gibt unendlich viele Unbekannte. Aber eines ganz sicher nicht: Langeweile.

1 als Mitarbeiter kann ich nicht ausgebeutet und um meinen geschaffenen Mehrwert beraubt werden, als Konsument ärgern mich steigende Preise und Mogelpackungen weniger (profitieren doch die Unternehmen in meinem Depot davon), als Chef bin ich weniger dem Druck der Investoren/Geldgebern ausgesetzt, die mich sonst absägen.

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