Fehlende Erträge

Während ich vor einigen Jahren noch davon überzeugt war, dass ein Eigenheim (egal ob Eigentumswohnung oder Haus) eine gute Altersvorsorge sei, hätte ich mir zu dieser Zeit zum Zwecke der Diversifikation auch Gold- und Silbermünzen sowie -barren zugelegt.

Dank meiner Erfahrung und meiner Fortbildungen in der Finanzbranche hat sich meine Ansicht über Investments und deren Nutzen entscheidend geändert.

Es fand sozusagen ein Paradigmenwechsel statt. Und bisher muss ich sagen, dass ich sehr froh darüber bin.

Im Folgenden geht es darum, dass ich Assets mit laufenden Erträgen vorziehe und dass die anderen Assets ebenfalls berücksichtigen kann.

Es ist kein Geheimnis, dass Edelmetalle, Rohstoffe, und Kunstgegenstände, obwohl sie immer wieder mehr oder weniger stark zur Portfoliobeimischung empfohlen werden, grundsätzlich keine laufenden Erträge abwerfen, es sei denn man verleiht sie oder stellt sie aus. Zum Beispiel über Optionen (betrifft Rohstoffe) oder in einem Museum.

Immobilien dagegen werfen Mieten ab, Sparguthaben und Anleihen Zahlen dem Gläubiger Zinsen und Aktiengesellschaften kommen mit Dividenden daher.

Ein sehr einschneidender Satz war für mich die Definition von Investition im BWL-Skript: Investitionen sind Ausgaben die zukünftige Zahlungseingänge generieren.

Auf Basis dieser Definition habe ich für mich entschieden, dass nur entsprechende Assetklassen für mich infrage kommen. Dies wären:

  • Aktien
  • Immobilien
  • Festzinsanlagen
  • Optionen

Ich bin davon überzeugt, dass allein die Diversifikation mit Aktien, ob nun über viele Einzelwerte oder Fonds/ETFs, völlig ausreichend ist und die anderen Anlageklassen nice to have sind. Da ich mit Aktien neben Branchen, Ländern und Währungen auch Rohstoffe, Immobilien mit berücksichtige oder berücksichtigen kann.

Genau hierin liegt meines Erachtens die Crux und die Antwort auf meine Eingangsfrage. Über die Investition eines börsennotierten Rohstoffkonzerns oder eines Museums (evtl. in einem REIT enthalten) habe ich die Möglichkeit, auch Anlageklassen in mein Portfolio mit einzubeziehen, für die ich als Direktinvestment Expertenwissen benötigen würde (dazu zähle ich auch Immobilien selbst), die nur schwer zu lagern sind und keine laufenden Erträge bringen. Gold ließe sich über Goldminenbetreiber darstellen während man irgendwo vielleicht einen REIT findet, der Museen enthält.

Aber auch innerhalb der mir definierten Anlageklassen habe ich mir selbst einige Restriktionen gesetzt. Unter anderem führe ich hier die vorgenannte Definition von Investitionen fort. So fallen bei mir sämtliche Aktien aus dem Raster, die keine Dividende ausschütten (bis auf eine einzige Ausnahme). Warum? Diese Unternehmen können schließlich auch gutes Geld verdienen. Ja, das können sie in der Tat und vielleicht gehen mir dadurch wahnsinnige Kursraketen durch die Lappen (da das Geld in diesen Unternehmen schließlich thesauriert wird), aber ich möchte jetzt Geld verdienen und nicht erst in x Jahren, wenn das Unternehmen nicht weiter wachsen kann oder will und dann beginnt seine Gewinne auszuschütten.

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