Aktienkäufe Gladstone Investment und Capital Corporation

Heute kaufte ich jeweils 100 Stück von GAIN und GLAD. Es handelt sich hierbei um zwei BDCs.

GAIN ist dabei spezialisiert auf Private Equity und GLAD auf Kredite an mittelständischer Unternehmen schlechterer Bonität.

Mein Ziel mit den beiden Käufe ist es, meinen Cash-Flow weiter auszubauen.

Wie bereits angekündigt möchte ich das restliche Jahr verstärkt in High Yield Werte investieren. Darunter fallen viele REITs und BDCs.

Zusammen werden mir beide etwa 13,40 $ brutto pro Monat ausschütten. Nach Steuern dürften etwa 10 $ übrig bleiben.

Diese Käufe tätigte ich in meinem Optionsdepot, da ich mir die Möglichkeit offen halten möchte, eventuell Calls auf die Positionen schreiben zu können, weswegen ich auch die 100 Stück pro Unternehmen orderte.

Die Rendite kommt netto außerdem etwa den Optionsverkäufen nah, weswegen sie auch deshalb schon besser in dieses Depot passen. Denn für Optionen muss ich immer noch ein klein wenig mehr tun, als einfach nur Dividenden zu vereinnahmen, weswegen die Opportunitätskosten bei den Optionen geringer sind. Ist zwar eher eine psychologische Geschichte, aber was soll es. So ist die Börse nun mal.

Ende nächster Woche folgt dann noch die Einnahmenaufstellung für August, die leider nicht besonders spannend ausfallen wird.

10 Antworten

  • Hi Marco,

    kannst du kurz deine Gründe schildern, wieso du genau auf diese beiden Unternehmen gekommen bist?

    Ich habe zurzeit auch den Markt für REITs und BDCs im Fokus, aber konnte hier noch nicht richtig einen Überblick gewinnen, was so die Perlen in dem Bereich sind.

    Danke,
    Emanuel

    • Hi Emanuel,

      ich denke mal du meinst, die Kaufgründe?

      Also grundsätzlich suche ich aktuell High Yielder, um meinen Cash-Flow auszubauen. Also war die Dividendenrendite mit jeweils ca. 8 % schonmal mit ausschlaggebend. Weiterhin finde ich eine monatliche Ausschüttung gut, um den Cash-Flow direkt verteilt zu haben. Außerdem war auch der Preis nicht ganz unwichtig, da ich im Optionsdepot lediglich 2.000 $ liquide hatte, somit wäre ein Kandidat wie MAIN schonmal rausgefolgen.

      Alternativ blieben noch TICC (schüttet einmal pro Quartal aus) und PSEC (da haben mich die Meinungen auf SA zögern lassen) zur Wahl.

      Ich bin allerdings gespannt, ob das mit den Optionen auf diese Werte funktioniert, bisher sieht das doch eher ernüchternd aus.

      BDCs und REITs kaufe ich aktuell aber auch nur, weil ich mein Depot bisher für relativ stabil halte und jetzt gerne etwas mehr Rendite rauskitzeln möchte. Zu Beginn würde ich glaube ich nicht in derartige Werte investieren. Wenn es allerdings gutgeht, wie bei mir mit MAIN, können die zahlreichen Dividendenerhöhungen, Sonderdividenden und der monatliche Ausschüttungsintervall sehr motivierend sein. Hab aber selbst auch schon mit PSEC und TICC Dividendenkürzungen mitgemacht und diese Werte dann anschließend verkauft. Rückblickend auch nicht die beste Idee, aber aktuell scheint PSEC nicht so gut dazustehen. Hinterher ist man halt immer schlauer.

      Gruß,
      Marco

    • Hallo Michael,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Mich interessiert dein Artikel auf jeden Fall.

      Aktuell habe ich jetzt drei BDCs im Depot. Mein Ziel ist es auf ca. fünf zu kommen. Ich habe vor allem noch Triangle Capital als nächsten Kaufkandidaten auf dem Schirm.

      Bei den REITs schiele ich auf OHI, GOOD und ARR.

      Gruß,
      Marco

  • Bei Triangle Capital solltest Du ganz genau hinschauen; ich hatte die über eine längere Zeit im Depot und habe sie erst vor ein paar Wochen (glücklicherweise kurz vor dem starken Kurseinbruch) aus meinem Depot geworfen. Die haben ziemliche Probleme, ihre Dividende zu verdienen und ich befürchte, man wird als Investor mit TCAP über einen längeren Zeitraum keine Freude haben bzw. unterm Strich kein Geld verdienen. Vielleicht schaust Du Dir alternativ auch mal New Mountain Finance oder TPG Speciality Lending an?

  • Oh… ich sehe gerade Deinen Kommentar weiter oben. TICC und PSEC sind beides keine Selbstgänger; die weisen optisch hohe Dividendenrenditen aus, haben aber erhebliche Probleme, diese auch zu verdienen. Die Folge sind sinkenden NAvs, sinkende Aktienkurse und perspektivisch weiter sinkende Dividenden.

    Die Dividendenrendite sollte nur eines von mehreren Kriterien beider Auswahl von BDCs sein. Wenn die BDC dauerhaft mehr ausschüttet, als sie verdient, geht das nicht gut. Die Qualität der Kredite und Beteiligungen und das NII (Net Investment Income) sind ganz wichtig, damit die Rendite auch dauerhaft stimmt. Denn wenn man 8% Dividendenrendite bekommt, aber der Kurs dann absackt und/oder die Dividende gekürzt wird, dann hat man keinen Vorteil ggü. einer BDC, die verlässliche 6% ausschüttet und dazu den Kurs stabil halten oder gar steigern kann. Die Gesamtrendite aus Kursgewinn und Dividendenausschüttung zählt am Ende, nicht nur eine Komponente.

    Und wo wir gerade dabei sind: neben TCAP, TICC und PSEC würde ich auch die Finger von KCAP lassen. Aus genau den gleichen Gründen. Und auch von HTGC, die wechseln gerade von internem (kostengünstigen) Management auf ein externes, was künftig zu deutlich höheren Kosten und damit zu dauerhaft niedrigeren Renditen führen wird. So verlockend die Aktie nach dem Kurssturz auch aussehen mag…

    • Hallo Michael,

      von PSEC hatte ich ja schon Abstand genommen und von TICC bin ich auch nicht ganz überzeugt.

      Auf die Dividendenrendite lege ich sonst auch nicht besonders großen Wert: siehe NKE, HSY oder BF.B

      Allerdings suche ich ja aktuell nach höheren Renditen zu Gunsten des Cash Flows. Das dahinter meist ein höheres Risiko steht, ist mir bewusst. Dennoch gibt es natürlich auch im Bereich der BDCs und REITs stabilere und weniger stabile Kandidaten.

      Danke für deine Hinweise. NMFC und TSLX werde ich mir mal näher anschauen.

      Gruß,
      Marco

    • Den Artikel habe ich mir bereits durchgelesen.

      Ich kaufe Aktien ja hauptsächlich wegen der Ausschüttungen und nicht wegen der Kursentwicklung. Ich frage mich halt nur hin und wieder, wie nachhaltig so ein Investment in BDCs und REITs nun ist. Klar kommt es bei diesen Firmen besonders auf ein gutes Management und einen Kauf bei entsprechender Bewertung an. Aber kann hier langfristig das Niveau der Ausschüttung und deren Steigerungen gehalten werden? O und MAIN und vermutlich einige weitere haben das bereits bewiesen. Und doch kenne ich aus diesen Bereichen kein Unternehmen, dass mit seiner Dividendensteigerungshistorie an Unternehmen wie JNJ oder gar MMM herankommt. Was vermutlich auch nicht zuletzt der Tatsache geschuldet ist, dass REITs und BDCs meist noch gar nicht so alt sind.

      Gruß,
      Marco

  • Damit sprichst Du einen, wenn nicht DEN, entscheidenden Punkt an: die Nachhaltigkeit der Dividenden bzw. des NII. Die Dividenden müssen dauerhaft verdient werden, sonst bringen die hohen Ausschüttungen ja nichts.

    Die BDCs basieren auf dem Investment Company Act von 1940, der dann speziell für BDCs 1980 ergänzt wurde. Hintergrund war die große Depression in der kaum Kapital zu bekommen war für junge Unternehmen (und alte auch nicht). Die meisten BDCs sind nicht so alt wie JNJ, aber die meisten haben schon die große Finanzkrise überstanden. Und das war ja gerade für Finanzunternehmen ein echter Lackmustest. Auch muss man bedenken, dass viele BDCs ja schon älter sind, aber noch nicht die ganze Zeit an der Börse notieren. Daher ist ihre nachvollziehbare Historie meist nur auf die Zeit seit der Börsennotierung beschränkt.

    Unterm Strich sind die Kriterien bei der Auswahl die gleichen, die man auch an „normale“ Dividendenaristokraten oder Investments stellen sollte: nachhaltiges Verdienen, Steigern der Gewinne, ein gutes Management, das sich auf verändernde Rahmenbedingungen einstellt und das Unternehmen erfolgreich durch Schwierigkeiten lotsen kann.

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