Grüße aus der Schweiz

Heute war es endlich soweit. Ich bekam meine nach Doppelbesteuerungsabkommen zu viel gezahlte Quellensteuer der vergangenen drei Jahre gutgeschrieben. Es handelt sich dabei allerdings nur um einen geringen Betrag in Höhe von 60,00 CHF bzw. 55,50 €. Aber wer den Cent nicht ehrt …

Um einen Überblick des Ablaufes zu geben, möchte ich meine Vorgehensweise kurz erläutern und zur besseren Vorstellung auch gerne mit Zahlen unterlegen. 

Ich habe mich streng an die Vorgehensweise eines Posts im wall-street online Forum gehalten.

  1. Mitte April erhielt ich meine letzte Dividendenzahlung für die vergangen drei Jahre
  2. Daraufhin orderte ich das Formular 85 bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung, welches ich kurzerhand erhielt und entsprechend der beiliegenden Weisung ausfüllte.
  3. Zwei Exemplare sendete ich an mein zuständiges Finanzamt um auf einer Ausfertigung meinen Wohnsitz bestätigen zu lassen. Das kostete mich 1,45 € Porto und ein paar Tage. Anfang Mai hatte ich das Exemplar mit der Bestätigung darauf vorliegen.
  4. Gleichzeitig orderte ich bei meiner depotführenden Bank die benötigten Tax-Voucher. Einen Tag später hatte ich auch diese vorliegen.
  5. Am 10. Mai brachte ich mein Anschreiben an die Eidgenössische Steuerverwaltung, die letzte Kaufabrechnung Schweizer Aktien, Kopien der Dividendenabrechnungen sowie die Tax-Voucher zur Post. 3,70 € wurden für das Schreiben in die Schweiz fällig.
  6. Heute am 24. Juni und circa zwei Monate und eine Woche nach Start dieses Prozesses habe ich nun meine Erstattung gutgeschrieben bekommen.

Bruttozeit: Zwei Monate und eine Woche

Kosten: 5,15 € (im Verwendungszweck der Erstattung wurden Bearbeitungsgebühren der Steuerverwaltung in Höhe von 15,00 € erwähnt, welche aber nicht vom Gutschriftbetrag abgehalten wurden, weswegen ich nicht weiß, ob ich diesen Betrag noch den Eidgenossen schulde). Nachtrag (vom 25. Juni 2016, 20:27 Uhr): Bei den 15,00 € handelt es sich um das Bearbeitungsentgelt für die Z1-Überweisung aus der Schweiz (nicht EUR-Raum). Nachfolgende Beträge habe ich deshalb korrigiert. Nachtrag (vom 5. Juli 2016, 17:40 Uhr): Die 15,00 € für die Z1-Überweisung musste ich letztlich doch übernehmen. Nachfolgende Beträge habe ich deshalb erneut korrigiert.

Wären also 55,50 € Gutschrift abzüglich Kosten von insgesamt 20,15 € 5,15 € 20,15 €.

So bleiben von der Erstattung rund 35,00 € 50,35 € 35,35 € für mich übrig.

Mein Fazit: Das Prozedere und der Aufwand sind überschaubar. Spaß macht es allerdings erst ab größeren Summen. Ich arbeite daran, dass dies in drei Jahren der Fall sein wird.

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